Mee(h)r im Herzen
Gedanken

Willkommen bei den – nicht ganz so – anonymen Instaholikern

„Hallo – ich bin Verena und ich bin ein Instaholiker!“ – „Haaaallooooo Verena!“

So oder so ähnlich könnte ich anfangen. Vor ein paar Tagen, war ich so richtig, richtig genervt von Instagram. Keine Sorge an der Stelle, das hier wird kein Motzartikel in dem ich Insta plötzlich scheiße finde. Nein, es geht um etwas anderes, aber er wird lang, so viel sei euch gesagt.

Zurück zur Geschichte: Once upon a time… an einem Dienstag Morgen bei allerschönstem, goldenem Oktoberwetter. Über meinem Kopf aber, schwebt eine Sturmwolke. Dunkel, grummelig, Blitze schießen hin und wieder daraus hervor und vermiesen mir den Tag. Genervt kicke ich Steinchen vor mir her und funkele die singende Amsel auf dem Zaun biestig an. Was war passiert?

Gute Frage und die Antwort drauf ist eigentlich „Nichts“. Ich war einfach gestresst. Von meinem Online-Dasein. Gestresst von zu vielen Profilen, durch die ich hektisch hindurch scrollte. Gestresst von zu vielen Stories, bei denen ich mir nicht mal 30 Sekunden Zeit nahm, um sie bis um Ende anzuschauen. Gestresst vom vergleichen mit ähnlich großen Profilen wie meinem, bei denen es aber aus irgendeinem Grund schneller vorwärts geht. Gestresst von – und hier gilt heut -“Butter bei die Fische” – Shoutouts, die über Wochen nicht mehr wirklich stattfanden, oder aber nur wenig „effektiv“ waren. Gestresst von meinen eigenen Gedanken, die ich verabscheute, die ich aber schlicht nicht mehr zu verhindern wusste. Ich also draußen im Sonnenschein um mit dem Bärchen spazieren zu gehen. An diesem Tag fand ich seine Angewohnheit, bei jedem Blümchen zu verweilen, plötzlich gar nicht mehr süß. “Mama, gehn wir zum Spielplatz?” Himmel Arsch Kind, dann kann man ja auch einfach mal vorwärts gehen, wenn man irgendwo hin will. Und noch während ich merkte, dass ich drohte, das Gewitter über meinem Kopf, auf meinen Sonnenschein zu pfeffern, schrie mich ein rot leuchtendes STOP an, ich solle gefälligst meine niederen Instinkte aus und mein Hirn wieder anschalten. Wie konnte es sein, dass mir eine bescheuerte App so die Laune verhagelte? Nein, anders! Wie konnte ich in meinem Umgang damit so daneben liegen, dass sie es tat? So nicht mehr, sagte ich mir! So nicht mehr, bekräftigte mich insbesondere meine bessere Hälfte, dem die Meckerei auch schon gehörig auf den Senkel ging und damit loggte ich mich aus.

Nach einer halben Stunde, bekam ich nervöse Zuckungen in den Fingern. Die waren es nicht mehr gewohnt, ruhig zu halten und nicht alle paar Minuten zu scrollen, zu tippen und zum App-Button zu huschen. Nach zwei Stunden fühlte ich mich merkwürdig rastlos, leicht entwurzelt und am Rande einer geheimen Gesellschaft, aus der ich hinaus geschmissen worden war und bei der man mir nun auch noch die Rollläden vor der Nase zugezogen hatte. Was war da los? Ich beschloss, ein paar Tage ins Land ziehen zu lassen und dann einen Blogpost darüber zu schreiben. Einen, in dem ich darüber Witze machen würde, wie „süchtig“ man von Instagram werden konnte. Lachen wollte ich darüber, das Ganze mit ein paar bissigen, sarkastischen Kommentaren dekorieren und dann weiter machen. Endlich wieder Teil haben.

Damit das aber alles kein leeres Geschwätz würde, googelte ich „Wie man Süchte erkennt!“ und landete bei der Caritas. Ich fand eine Checkliste, auf deren Grundlage ich plante, auf locker-flockig und vor allem komödiantisch angehauchte Weise, meine ironisch gemeinte Sucht durch den Kakao zu ziehen. Ich ging die Liste Punkt für Punkt durch und ziemlich schnell blieb mir das Lachen im Halse stecken.

Also, noch mal: „Hallo, ich bin Verena und ich bin ein Instaholiker…!“ Hier kommt mein (Ein-) Geständnis anhand der Fragen, die ich fand:

 

  1. Wenn genug nicht mehr genug ist:

Hat früher eine geringere Zeit oder Menge des Suchtmittels für einen ausreichenden Kick gesorgt?

Die Antwort ist JA! Ich schaute hin und wieder auf Instagram vorbei. Früher sogar nur bei den Stars. Mit wachsender Followerschaft und wachsender Interaktion wurde es mehr, wichtiger, nahm immer mehr Raum ein. Heute? Ist es nicht mehr genug, ein oder zwei Mal am Tag zu schauen. Im Minuten-, nach einem Post sogar im Sekundentakt, zuckt der Finger Richtung App-Button. Nur schnell noch mal gucken. Aktualisieren, aktualisieren. Mal auf Toilette oder in die Küche!? Das Handy war nicht dabei? Was könnte in den anderthalb Minuten nicht alles passiert sein in der virtuellen Welt? Und dann oft die Ernüchterung. Gar nicht so viel. Nur drei weitere Likes? Hmmm… Vielleicht jetzt, oder jetzt, oder jetzt…?!

 

  1. Freunde fragen kritisch nach

Schon mal kritisch auf den Konsum angesprochen worden, von Partnern, Verwandten oder Freunden?

Die Antwort ist JA! Teilweise eher neugierig „Du bist aber schon sehr aktiv auf Instagram oder?“, manchmal besorgt „Lenkt dich das nicht von Dingen im Alltag ab?“ und manchmal, vor allem von meinem Mann (der eine sehr hohe Toleranz bei Online Medien hat muss ich dazu sagen, weil – Zocker!), vorwurfsvoll „Du hängst ja nur noch am Telefon!“ – „Kannst du überhaupt noch ohne?“ und am Schlimmsten „Du hast mir gerade überhaupt nicht zugehört, weil du nur aufs Display starrst!“. Das Traurigste? Ich bin eigentlich diejenige, die mehr Us-time einfordert, die sich „mal wieder unterhalten!“ will. Wenn es dann aber so ist, dann habe ich immer wieder zwischendurch das Telefon in der Hand – könnte ja sein, dass gerade etwas Spannenderes passiert! Spannender als ein Gespräch mit Tim, als gemeinsames Lachen mit Freunden oder Eltern oder das nächste Wort, der nächste lustige Spruch aus dem Mund meines Sohnes…? Merk ich wohl selber!

 

  1. Sie verlieren die Kontrolle

Sie entscheiden nicht selber, ob sie konsumieren, oder haben das Gefühl, es zu müssen?

Die Antwort ist JA! Oder zumindest teilweise. Denn natürlich entscheide ich mich dafür, zum Handy zu greifen. Meistens. Aber es passiert auch, dass meine Hand das schon tut, bevor mein Kopf es beschlossen hat. Eine innere Stimme raunt mir zu „Nur mal kurz schauen, eine Minute!“, „Ich wollte doch noch mal eben…!“, „Ich muss jetzt aber mal wissen, was XY…!“ Nachts stehe ich auf, gehe ins Bad. Auf dem Rückweg leuchtet mir das Benachrichtigungslämpchen entgegen? Schnell mal nachschauen! Die Lampe leuchtet nicht? Auch mal schnell nachschauen. Das kann ja nicht sein! Sind vielleicht Leute gegangen? Ja – drei! Schnell gucken, wer das ist! Nachdem die Follower-App geladen hat, endlich wieder ins Bett… Und wenn es jemand war, den ich kannte, den ich mochte? Dann verfolgt mich der Gedanke daran noch ein bisschen länger als er sollte.

 

  1. Schuldgefühle kommen auf

Verstecken Sie die Sucht?

Endlich ein Punkt, bei dem ich nicht hundert Prozent mit JA antworten muss. Denn ist ein Smartphone vor der Nase nicht mittlerweile gesellschaftlich anerkannt? Kaum jemand schaut dich komisch an, wenn du versunken in dein Telefon gegen den nächsten Laternenpfahl rennst oder mit piepsiger Stimme in die Frontcam flötest. Aber JA – es gab und gibt Situationen, in denen ich das Telefon schnell in die Kissen der Couch pfeffere, bevor Tim sieht, dass ich schon wieder am Handy hänge. Generell ist er verständnisvoll und unterstützt, dass es mir Freude bereitet, mich auf Instagram kreativ auszutoben. Aber ich würde lügen, wenn ich sagte, dass wir uns deswegen noch nie in den Haaren hatten.

 

  1. Sie leben ihre Sucht am falschen Ort aus?

Nun – auch hier. Gesellschaftliche Akzeptanz von sozialen Medien, macht das Ganze weniger eindeutig als bei Alkohol oder Drogen. Aber JA. Wenn ich wiederholte „Mama-guck-mals“ meines Sohnes mit „Ja gleich, Mama muss kurz was gucken/schreiben/hören!“ zur Seite schiebe, oder am Tisch bei Gesprächen mit Freunden und Familie wiederholt aufs Telefon schaue und nur die Hälfte dessen, was gesagt wird mitbekomme, wenn mein Kopf brummt, weil ich versuche lesen, zu verstehen und zu schreiben und das parallel am Telefon und in der Gegenwart, dann ist es wohl definitiv eine fehl platzierte Verortung meines „Hobbys“.

 

  1. Ihnen fehlt etwas ohne Stoff?

Sie fühlen sich körperlich unwohl, nervös oder depressiv, weil Sie länger ohne auskommen müssen?

Die Antwort ist JA! Schlechter Empfang in der Firma und das über Stunden? Furchtbar! Das mobile Datenvolumen ist aufgebraucht und die Posts laden nicht, die Stories hängen, das Profil lässt sich nicht aktualisieren? Der Horror, oder zumindest anständig nervig. Ich reagiere so gereizt, als hätte ich den ganzen Tag noch nichts gegessen. Nervosität? Oh ja. Bin ich ausgeloggt, so wie die letzte Zeit, habe ich mein Telefon vergessen oder kann es gerade nicht benutzen, fehlt mir etwas. In der Hand und im Ablauf meiner Routine. Die Finger werden kribbelig und wissen nicht wohin. Der Kopf ist online. Es könnte ja was passieren während ich nicht da bin. Im Leben anderer, ohne dass ich davon etwas mitbekomme? Wie kann das sein? Dürfen die das? Der Kreis dreht sich weiter. Depressiv stimmt zwar noch nicht, aber…

 

  1. Verpflichtungen werden egal

Ob mir Verpflichtungen schon mal egal waren um mehr konsumieren zu können?

Die Antwort ist zum Glück NEIN. Aber sie werden beeinflusst, ja. Ich brauche für Dinge länger, weil ich von Instagram abgelenkt bin. Sie nerven mich mehr, werden lästiger, weil ich in den Momenten eben lieber im Netz unterwegs wäre.

 

  1. Der ganze Körper spürt die Folgen

Wahrnehmungsverschiebungen? Träges Denken? Verhalten, dass der Situation nicht mehr entspricht?

Erstaunlicherweise – und das obwohl Insta keine körperliche Abhängigkeit hervorruft – ist die Antwort JA. Neben dem platt gesessenen Arsch, weil das Telefon an der Ladestation hängt, ich das surfen aber dennoch nicht lassen kann und darum längere Zeit auf Laminat sitze, dem steifen Nacken vom nach unten schauen und dem flackernden Blick, wenn die Augen zu lange auf dem Display waren, ist es tatsächlich an stressigen Tagen, an denen ich außerdem noch viel auf Instagram unterwegs bin so, dass ich langsamer werde. Im Kopf, in Reaktionen, im Denken, beim Herausbringen gerader Sätze. Wahrnehmungsverschiebungen? Zählt da auch, dass ich plötzlich wahrnehme, was ich alles haben will, von dem ich vorher noch nichts wusste? Das ich gierig werde, neidisch, auf den Besitz anderer und damit öfter unzufrieden mit dem, was ich mir „nur“ leisten kann? Das ich plötzlich aussehen möchte, wie ich es niemals kann? Na dann – erneut JA!

 

  1. Sie ignorieren die eigenen Zweifel

Haben Sie schon mal aus Spaß einen Selbsttest über die Frage gemacht, ob Sie süchtig sind und dabei ignoriert, dass er bedenklich ausfiel?

JA, GERADE EBEN. Aber ich ignoriere nicht, dass er bedenklich ausfällt. Denn dann hätte ich für jede der Fragen da oben andere Antworten gefunden. Zumindest bin ich noch nicht so weit, dass ich mich selbst belüge. Aber ich habe die Sätze alle im Kopf, die fadenscheinigen Ausreden, die Argumente, die keine sind.

„Ach ja, es ist ja nur eine App!“, „Aber ich habe doch Freunde gefunden und soziale Kontakte!“ – habe ich? Ja, vielleicht 2 bis 4. Der Rest (den ich auch oft sehr mag) sind mehr oder weniger lose Bekanntschaften, die in dem Moment unwiderruflich aus meinem Leben verschwänden, in dem ich die App löschte. „Aber ich schaue ja nur hin und wieder rein und dann auch nur kurz – was ist schon eine Stunde?“, „Ich kann schon parallel online sein und bin trotzdem voll da, kein Problem!“ (Sagte sie, während sie ins Dornengebüsch rannte). Und der Klassiker „Nein, würde mir nichts ausmachen, wenn ich ein paar Tage nicht auf Instagram bin!“ #rechtesaugezucktnervös

 

Das alles findet ihr erschreckend? Der Gedanke, ihr könntet genauso sein macht euch nervös? Wartet mal ab, bis ich euch das Schreckerregendste daran erzählt habe. Diesen Post habe ich nicht nach ein paar Tagen “Entzug” geschrieben, sondern exakt 6 Stunden und 29 Minuten nachdem ich mich ausgeloggt hatte. Und bis hierhin, habe ich bereits fünf Mal unter fadenscheinigen Gründen geschummelt.

Versteht mich nicht falsch, ich mag Instagram sehr und ich schätze seine Möglichkeiten, werde weiter aktiv sein und euch damit auch nicht ewig voll heulen. Es geht hier auch nicht um das Meckern und schlecht reden der App. Das möchte ich gar nicht, weil ich finde, dass sie per se etwas sehr Schönes ist. Es geht hier um meinen UMGANG damit, um MEINEN. Der ist schlichtweg nicht mehr das, was er am Anfang war und ich glaube, sogar ohne mich aus dem Fenster lehnen zu müssen, dass es sehr, sehr Vielen genau so geht. Natürlich liegt es an mir selbst, wie ich mit Instagram umgehe, wie sehr ich es zum Teil meines Lebens werden lasse wie viel Raum ich ihm einzunehmen gestatte.

Bis – ja bis es eben nicht mehr an mir liegt, sondern an dem Wunsch nach mehr, an dem Rausch an Leben und Bildern, die an mir vorbeiziehen. An dem Drang, eben noch mal schnell zu gucken, ja nichts zu verpassen, den Anschluss nicht zu verlieren, die richtigen Kontakte zu knüpfen… Streifbilder, purer, stumpfer Konsum – das ist an sehr vielen Tagen bei mir daraus geworden. Massen davon, für mich oft ohne Mehrwert. Einfach nur aufgesogen, durch die Augen, kurz in den Kopf, nur um quasi Sekunden später wieder zu verschwinden. Das ist keine Entspannung mehr, wie zu Beginn. Da noch, blätterte ich durch die Profile, wie in meiner Lieblingszeitschrift. Von der es quasi täglich eine neue Ausgabe gab. Druckfrisch und mit so vielen schönen Dingen.

Das „Schöne“ an einer Instagramsucht? Sie macht in der Regel nicht körperlich krank, sie ist oft mit dem Alltag vereinbar und wenn man zumindest hin und wieder versucht, sich abzukoppeln, beherrscht sie den Alltag nur sekundär bis gar nicht. Das Schlechte an einer Instagramsucht (und dafür brauche ich keine Anführungszeichen)? Nichts hindert dich daran, sie wieder aufzunehmen. Du bekommst keine Schweißausbrüche, keinen Kater, kein unkontrolliertes Zittern. Du stinkst nicht nach Instagram, man sieht es nicht in deinem Gesicht, deine Haut wird nicht älter und dein Gang nicht unsicherer. Sie ist gesellschaftlich akzeptiert, ja, wird sogar beklatscht. „Du hast fast 2500 Follower auf Instagram? – Woooow cool!“ Was sagen die Menschen dann erst zu jemandem mit 10.000, 50.000 oder 100.000 oder mehr? Wie geht es den Leuten, für die die Sucht nach Selbstdarstellung zum Beruf geworden ist? Haben sie noch Ausreden dafür, dass sie permanent online sind? Wollen sie noch welche? Haben sie das Gefühl entwickelt, „da draußen“ jemandem was schuldig zu sein? Sind alle Influencer Junkies, süchtig nach Herzen, süchtig nach Applaus?

Und erzählt mir jetzt nichts! Jeder Instagramer aktiv oder weniger, privat oder nicht, macht da ja irgendwie mit! Die Ziele mögen andere sein und die privaten Profile haben vielleicht am liebsten den einseitigen Konsum. Ihnen mag die Zahl der Follower egal sein, aber auch sie schauen täglich vorbei. Sie sind vielleicht nicht süchtig, aber lassen sich trotzdem berauschen. Jemand der das wirklich nicht will, dem diese Welt wirklich scheißegal ist, der lässt es bleiben, schlicht und einfach. Die, die da sind, wollen alle eine Dosis. Von diesem Ort an dem niemand nach den Nebenwirkungen fragt, weil alle mit dir auf dem Trip sind.

 

 

***Und die Moral von der Geschicht? – Gibt es nicht! Das entscheidet und bewertet mal hübsch jeder für sich. Aber drüber nachdenken kann man ja mal ne!***

You Might Also Like...

5 Comments

  • Reply
    Marika
    21. Oktober 2017 at 11:26

    Hallo, mein Name ist Marika und ich bin Instaholikerin.
    Gratuliere zu diesem Beitrag, ich erkenn mich in jedem Punkt wieder …. sag Bescheid wenn du eine Selbsthilfegruppe gründest!!

    • Reply
      Verena Selck
      27. Oktober 2017 at 16:34

      🙂 Sehr schön Marika! Danke!

      Ja, ich glaube da würden sich einige finden. Zumindest nach den Rückmeldungen!
      Vielen Dank für deine Worte!

      Liebste Grüße
      Verena

  • Reply
    Anja
    22. Oktober 2017 at 19:35

    Vielen Dank für deinen ehrlichen Artikel – ich wüsste nicht, ob ich selbst so schonungslos hätte sein können. In einigen Punkten habe ich mich deutlich wieder erkannt, auch wenn ich Instagram an sich gar nicht nutze. Mir fällt es inzwischen schwer, mich ausschliesslich auf “etwas” zu konzentrieren. Klicke immer wieder die üblichen Apps durch, auch wenn ich weiss, dass sich in der Zwischenzeit unmöglich so viel getan haben kann, wie ich glaube (oder befürchte?).
    Schreibst du noch, wie es mit dir und Instagram weitergeht?
    Liebe Grüsse
    Anja

    • Reply
      Verena Selck
      27. Oktober 2017 at 16:33

      Liebe Anja,

      das ist tatsächlich auch mehr “so passiert”. Ich hab mich halt aus Spaß durch diese Liste gewühlt und war dann neugierig, was noch alles passt. Sehr erschreckend. Wirklich!
      Ich glaube nicht, dass ich einen ganzen Blogpost schreiben werde, wie es weiter geht. Aber, ich habe seit diesem hier Zeitfenster in denen ich bei Insta rein schaue und außerhalb bleibe ich aus geloggt. Das funktioniert sehr gut und ich habe sehr viel mehr Spaß und sehr viel weniger Stress gefühlt.

      Danke für dein Feedback.

      Liebste Grüße
      Verena

      • Reply
        Anja Däppen
        1. November 2017 at 18:56

        Finde ich eine tolle Lösung. Ich habe am Dienstag mein Handy Zuhause vergessen und es war richtig gut. Ich war produktiver und irgendwie “positiver” gestimmt, obwohl ich sonst auch ein gut gelaunter Mensch bin. Man liest ja schon, dass Facebook etc. unzufrieden machen, aber dass das bei mir ebenfalls Auswirkungen hat, hätte ich nicht gedacht. Deshalb habe ich mir überlegt, das Handy während der Arbeit im Auto zu lassen. So bin ich immer noch erreichbar, kann aber nicht einfach schnell was gucken 🙂

Leave a Reply