Mee(h)r im Herzen
INSTAgebuch

INSTAgebuch geschrieben – Juni 2016

Ein neues Kapitel auf dem Blog. Ein Neues, das Altes zelebriert. Denn ich muss sagen Instagram nervt mich gerade gewaltig. Wieso, weshalb, warum weiß glaube ich jeder, der sich damit ein bisschen beschäftigt und ich will das nicht weiter ausführen.

Was mich allerdings am traurigsten macht ist der Gedanke, all meine Arbeit und meine Gedanken, könnten von heut auf morgen einfach weg sein. Denn schließlich gebe ich mein Gedankengut in nicht gerade vertrauensvolle Hände. Auf der blogst hingegen hat jemand gesagt “Dein Blog gehört dir, nur dir…!”. Das ist die reine Wahrheit und darum habe ich beschlossen, diesen Blog noch mehr zu “meinem” zu machen. Nicht nur mit allem was noch kommt, sondern auch mit allem, was schon war. Vor allem mache ich das für mich. Aber auch für die, die noch nicht so lang bei mir sind und vielleicht Lust haben, etwas zu stöbern. 

Viele sagen ja, Instagram wäre für sie ein Tagebuch. Das ist es wohl. Früher habe ich zwei Mal täglich hinein geschrieben. Das ist sehr viel weniger geworden. Die Bezeichnung finde ich dennoch treffend und weil ich ein großer Freund von Wortspielen bin, werde ich hier zukünftig alte Texte INSTAgebuch schreiben. Gecheckt? 🙂 

Ich werde immer das zugehörige Foto, gefolgt vom Text dazu posten. Da ich jedoch einfach zu viel geschrieben habe, so insgesamt, fasse ich das Ganze in Monaten zusammen.

Also, willkommen zu etwas neuem Alten, das für einige vielleicht sogar noch neu ist. 🙂

Beginnend am 14.06.2016:

Ich habe sehr lange dagesessen (aus Mamasicht gesehen, also etwa fünf Minuten) und mir überlegt, was ich zu dem Bild schreiben soll… Naheliegend wäre etwas darüber, wie ein Kind das Leben auf den Kopf stellt! Darüber, dass es ein Leben vor und ein Leben nach der Geburt gibt! Wie an Tagen wie heute, an denen man selbst sehr erschöpft ist (selbst verschuldet muss ich in dem Fall dazu sagen) die Nerven doch manchmal so sehr strapaziert werden, dass man nicht mehr weiß wohin. Wie man sich dann wieder aufrappelt und im nächsten Moment dann von einem so glücklichen Lachen des Kleinen entschädigt wird, dass man wieder nicht weiß wohin! Wie erstaunlich es doch ist, dass ein so kleiner Mensch eine so enorme Macht besitzt und gleichzeitig so schutzbedürftig ist! Ich könnte erzählen, wie es ist, wenn man mal für zwei Stündchen für sich allein ist und kurz vorm Aufbruch so ungeduldig wird, dass man am liebsten mit 200 Sachen durch die Stadt rauschen würde, weil man die zwei kleinen Speckärmchen, die einen zu Hause fröhlich umärmeln so sehr vermisst hat, dass man sich in diesem Moment fragt, warum man eigentlich genau eine Auszeit brauchte – und wie man sich 10 Minuten später wieder dran erinnert 😉
Und ich könnte erzählen, wie es ist, plötzlich keine Nachrichten mehr sehen zu können, die die unschönen Seiten dieser Welt zeigen, weil man sofort an das kleine Menschlein denkt, das vor einem auf dem Boden höchst geschäftigt eine Socke “sortiert” und damit so zufrieden ist. Wie man plötzlich betroffener ist als vorher! Und wie offen das Herz plötzlich wieder ist! Für Nachmittage im Stroh, für Regentage unter der Wolldecke, für die ersten Blumen, den ersten Schnee und die ersten Erdbeeren mit Schlagsahne – wie man das Leben plötzlich nochmal entdeckt!
Wie gesagt, das könnte ich zu dem Bild schreiben! Aber liebe #instamamagang – ihr wisst das alles ja sowieso! Und der Rest von euch hatte vielleicht zumindest Spaß beim lesen! Gute Nacht 😘

23.06.2016:

Liebeserklärung an den Sommer!
Wenn die Tage endlos lang, die Nächte voller Leben und die Grenzen zwischen beiden so unscharf sind, wie weiße Socken in Badelatschen!
Wenn man die besten Pommes des Jahres im Freibad isst und sich dabei fühlt wie ein Kind auch wenn man schon geblümte Badekappen trägt!
Wenn in der Morgenluft schon der Duft der Hitze liegt, die am Mittag die Welt für einen Moment langsam werden lässt.
Wenn man im Morgengrauen ans Meer aufbricht und spät Nachts mit der Glut der Sonne im Herzen, Sand zwischen den Zehen (und auch anderswo), Salz in den Haaren und nach Hitze und Sonnencreme duftender Haut nach Hause fährt; bei offenem Autofenster, die Hand im Luftstrom und den schweren Duft warmer Weizenfelder in der Nase. Wenn man in der Wärme der Nacht, nackt in kühlen Laken schläft zum Gutenachtlied des summenden Ventilators! Wenn das Leben so süß ist wie die Eiscreme in den Händen der Kinder (und den Haaren… Und den Leckermäulchen… Und der Kleidung… Und auch sonst überall)! Wenn der Tag mehr Stunden, die Stunden mehr Leben und das Leben mehr Licht hat – dann ist Sommer! Auf dich du Schöner – endlich bist du da!

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